Freitag, 13. Juli 2007

PERU: Chiclayo, Machu Picchu, Titicaca

An Schlaf war neben dem dicken und fortwährend blähenden Mann auf der 7stündigen Nachfahrt nach Piura, Peru nicht zu denken. Während ich mit den Aus- und Einreisemodalitätn beschäftigt war, machte er es sich auf meiner Jacke bequem...Piura war nicht der Weisheit letzter Schluß, was auch auf Chiclayo zutraf: diese Stadt ist zwar nicht schön, dafür aber unwahrscheinlich laut. Wenigstens konnte ich auf einem verwinkelten Markt lustwandeln, wo der "Fluch der Karibik" für USD 1,50 feilgeboten wurde. Apropos USD: von einem ATM in Quito habe ich ein 20USD-Blüte erhalten.Am 4.7. flog ich ins sehr schöne Cusco, wo ich die drei Amerikanischen Mädels wiedergetroffen habe, mit denen ich 4 Tage das Schiff auf Galapagos geteilt habe. Natürlich ist der Besuch der Inkastadt Machu Picchu ein Plichttermin für Perureisende, und für mich als Eisenbahnfreund war die 2stündige Anfahrt in einer alten Dieselgurke der Perurail nicht minder aufregend. Machu Picchu liegt auf ca. 2400 Metern eingebettet in einer Gipfelformation und ist die jüngste und zugleich besterhaltene Inkastadt der Welt. Erst im 20 Jahrhundert wurde die Stadt wiederentdeckt - der Grund, warum sie nach der spanischen Eroberung nicht zerstört wurde. Erst kürzlich wurde Machu Picchu zu einem der "Neuen 7 Weltwunder" gewählt, zu dessen Verkündung ich an den Feierlichkeiten in Cusco teilnehmen durfte. Ich persönlich hege jedoch meine Zweifel an der Berechtigung der Wahl (www.n7w.com), da nicht klar ist, wer hinter der Wahl steht. Zudem stellt sich mir die Frage, wer zum Handeln in eine Stadt in dieser abgeschiedenen Lage gekommen wäre. Ich jedenfalls nicht.In Puno am Titicaca, einem gigantischen Süßwassersee, der auf 3810 Metern teils in Peru, teils in Bolivien liegt und die 13fache Größe des Bodensees hat, hat es wieder mal geregnet und es war bitterkalt, als wir ankamen. Meiner Bronchitis hat das gar nicht gefallen. Der Besuch der Uros, die auf schwimmenden Schilfinseln *im* See leben, war interessant. Allerdings konnten auch die farbenfrohen Trachten und die freundliche Offenheit der Bewohner nicht darüber hinwegtäuschen, daß dieses Völkchen heutzutage nur noch dem Tourismus zuliebe im See lebt. Auf der Insel waren nur sehr alte oder sehr junge Bewohner anzutreffen, da Teenager und Twens in Puno studieren oder arbeiten.

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